Urlaub in Deutschland – Spreewald

Nach Mallorca steht uns nicht der Sinn, daher verbringen wir nur ein paar Tage im Spreewald. Bei 30 Grad ist das fast das Gleiche ;)

Camp Möve

Wir sind ja nicht so die Camper … wir suchen uns im Urlaub eigentlich eher die schickeren Unterkünfte, aber genau dafür gibt es das sogenannte „Glamping“, also glamouröses Camping. Das kann man im Domo Camp „Möve“ am Gräbendorfer See machen.

Unser 5-Mann Zelt verfügt über Betten, einen Kühlschrank und eine Kleiderstange; die Duschen des Camp selbst über warmes Wasser. Wenn man dann noch leckeres Essen einpackt und guten Filterkaffee mitbringt, können selbst wir – inklusive familiärem Anhang – ein paar Tage in der Natur aushalten.

Der Gräbendorfer See ist genau genommen gar nicht im Spreewald, sondern in der Niederlausitz, aber was solls :) Er hat direkt am Camp eine schöne Badestelle und man kann sich Kajaks oder Paddle Boards ausleihen.

Die Niederlausitz ist außerdem auch eine landwirtschaftlich interessante Ecke, denn hier ist alles durch den ehemaligen Tagebau geprägt. Überall liegen „Findlinge“ rum, die eigentlich Abraum sind, viele Wälder sind aufgrund von Erdrutschgefahr gesperrt und deshalb wieder ordentlich verwildert und die vielen Seen sind in der Regel alles Baggerseen.

Was muss man unbedingt ansehen oder tun?

Platz 1 belegt ganz klar: Kanufahren im Spreewald

Platz 2 belegt: einfach mal schauen, was die kleinen Orte in der Gegend so zu bieten haben. So wie zum Beispiel:

Altdöbern

Diese Kleinstadt hat ein Schloss und einen ganz bezaubernden Schlosspark, sowie eine super Adresse zum Mittagessen, siehe weiter unten.

Pritzen

Ein Ort, den es eigentlich gar nicht mehr geben sollte. Für den Braunkohletagebau wurden große Teile von Pritzen abgerissen. Geblieben sind nur ein paar Häuser an einem nun mit Wasser gefluteten Altdöberner See.

 

1993 und 1995 fand hier auf Initiative des Vereins Tagebau Cottbus-Nord eine Europa-Biennale für LandArt statt, also Kunst von internationalen Künstler*innen, die sich in die Natur einfügt und häufig auch aus Materialien der umgebenden Landschaft hergestellt wird. In Pritzen findet man noch einige der Werke, die wir uns auf einem Spaziergang angeschaut haben. Das Ganze war etwas surreal, da wir auf dem ganzen Weg durch Pritzen keiner anderen Person begegnet sind.

Burg

Burg ist ein typischer Spreewald-Touri Ort. Wenn man hier zu Mittag oder Abend gegessen hat (siehe nächster Abschnitt), dann kann man danach einen Spaziergang durch den Sagenpark machen und ein bisschen was über die Geschichten des Spreewald lernen,

bevor man noch ein paar Souvenirs kaufen geht, wie zum Beispiel die typischen sorbischen Ostereier.

Und einen Sonderplatz bekommt natürlich: Spreewald-Gurken essen. Wann und wo immer sich die Chance ergibt – die sind vegan!

Wo kann man gut essen gehen?

Kräutermühle in Burg

Sehr schön gelegenes Spreewald-Restaurant (Reservierung empfohlen) mit den Klassikern der Region

Orangerie in Altdöbern

Am Schlosspark gelegene Gärtnerei mit Restaurant, besonders fürs Mittagessen empfehlenswert mit anschließendem Spaziergang durch den dazugehörigen, bezaubernden Staudengarten

Ansonsten einfach die Augen offen halten. Im Spreewald und der Niederlausitz gilt, je bodenständiger desto besser. Hier kriegt man auch noch die ganzen „Ost-Klassiker“. Wir haben vor der Rückreise nach Berlin noch einen kurzen Stop im Drehpunkt Göritz gemacht. Es gab: Pommes mit Champignon-Sauce, Plinsen mit Apfelmus und Himbeerlimo … was will man als Abschluss eines langen Wochenendes in Brandenburg mehr.

Unser Spreewald-Soundtrack

Electric Light Orchestra – Mr. Blue Sky