Prost: Lachen als Konsumkritik

Vom 04.08.-17.09.2011 zeigt Prost seine Solo-Ausstellung „The street never ends, the art never dies“ in der WestBerlinGallery. Sollte man hingehen!

Seit dem 04.08.2011 läuft die Solo-Ausstellung des Künstlers Prost in der West Berlin Gallery.
Wir waren zur Ausstellungseröffnung von „The Street never ends, the art never dies“ dabei und haben uns köstlichst amüsiert. Prost dürfte den meisten durch seine lachenden Figuren an diversen Berliner Hauswänden bekannt sein. Ein Favourit dabei ist das herrliche „Tourist auslachen“.

Die Ausstellung umfasst aber auch Werke auf Leinwand, Holz, Pappe und Installationen. Besonders gefallen haben mir die Kollagen aus Verpackungen und Werbepostern von Cornflakes, Bier und Fruchtsaft, die die gängigen Werbeslogans ad absurdum führen. So wird aus der Packungsbeschriftung eines Pfirsischsaftes durch das Ausschneiden und Umstellen der Buchstaben der Spruch „So gerne koksen“. Pikant, vor allem aus der Sicht eines Branchenvertreters für Marketing und so, aber nicht weniger unterhaltsam.

Eingekauft haben wir auch, und zwar einen Print des Motivs „Jokebama“, angelehnt an die bekannte Illustration aus dem US-Wahlkampf von Barack Obama.

Nicht gerade ausgefallen, aber manchmal steh ich mehr auf gut gemachten Mainstream als auf Avantgarde.

Die Ausstellung läuft noch bis 17.09.2011 und die Werke kosten im Schnitt um die 500 Euro.

WestBerlinGallery

Brunnenstraße 56 / 13355 Berlin
Wednesday-Saturday 11:00-18:30

Bildcredit: Prost/WestBerlinGallery