Hipster, Hippies und Hot Dogs – Kopenhagen, Dänemark

Wir waren ein paar Tage in Kopenhagen, denn es war an der Zeit, auch einmal den Norden Europas zu erkunden. Und was haben wir gefunden? Das Epizentrum des Hipstertums!

Christianshavn4Erstmal vorweg: Kopenhagen ist teuer und zwar richtig. Einen Milchkaffee gibt es ab 5 Euro aufwärts, ein 0,33 l Bier ab 4 Euro. Man kann nur hoffen, das die Dänen ausreichend verdienen.

Aber Kopenhagen ist auch sauber, ÖPNV funktioniert reibungslos und alles ist Bio/Öko mit eigenem staatlichen/königlichen Bio-Siegel. Hier wirbt selbst der Aldi mit Bio-Produkten und selbst der kleine Imbiss backt sein Brot selber.

Bei Anders

Anders5Wir haben uns über Airb’n’b bei Anders in Vesterbro eingemietet. Was wir dort gelernt haben: unter Design-Lampen macht es der Däne nicht. Die Louis Poulson Lampe ist ein Muss. Die Lage war super, die Verkehrsanbindung auch, aber für Anders haben wir folgende 3 Tipps:

– such dir eine neue Putzfrau (sauber geht anders *Wortwitz*)

– weniger Lichteffekte, weniger Verkabelung, weniger Lichtschalter

– eine Größe kleiner bei der Einrichtung tut’s auch (angefangen bei den Schneidebrettern)Anders1Anders2Anders3

Vesterbro1Vesterbro ist gerade das In-Viertel Kopenhagens, in dem alle jungen Leute wohnen wollen. Selbst als hartgesottene Berliner müssen wir feststellen, dass hier das Epizentrum der Hipster ist. Hier gibt es nicht einfach einen Späti sondern den Kihoskh mit eigenem Craft Beer, nicht einfach eine Bäckerei sondern, handschriftliche ausgepreiste 100% Bio-Brote, nicht einfach ein Kaffee, denn ohne eigens geröstete Bohnen geht es nicht. Dazu Design-Boutiquen und Retro-Second Hand Läden. Das Feeling erinnert ein bisschen an den Prenzlauer Berg vor ein paar Jahren.Vesterbro3

Was ist besonders schön?

In Kopenhagen hat man es geschafft, eine schöne Mischung aus alter und moderner Architektur hinzubekommen. Neben drei Schlössern inklusive Schloßpark gibt es schöne Kirchen, den Nyhavn mit Restaurants und Segelschiffen und die Wasserfront mit der neuen Oper, dem neuen Schauspielhaus und der königlichen Bibliothek. Das dazugehörige Sonnendeck ist perfekt für ein kleines Sonnenbad.

Schlossgarten RosenborgRosenborgSlot1

Schloss Amalienborg (der Wohnsitz der königlichen Familie)AmalienborgSlot

NyhavnNyhavn1Nyhavn2

Sonnenbad am WasserSonne

Was muss man unbedingt ansehen?

Von den drei Schlössern kann man Christiansborg am Besten besichtigen. Von außen klassisch dänische Optik und von Innen sehr opulent ausgestattet.ChristiansborgSlot1ChristiansborgSlot2ChristiansborgSlot3

Christianshavn1Unbedingt sollte man auch nach Christianhavn fahren oder laufen. Die Insel ist mit Brücken an die Stadt angebunden. Hier gibt es moderne Loftwohnungen, alte kleine Häuschen, einen Bastionsgürtel an dem man langspazieren kann und den Freistaat Christiania. Seit 1971 praktiziert man hier einen alternativen Lebenstil inkl. Haschisch und veganem Essen. Neben einem alten Militärgelände gehören zu Christiania auch kleine süße Holzhäuser direkt am Ufer.

Christiania1Christiania2Christianshavn2

Wo kann man gut shoppen und schlemmen?

Shoppen

In Vesterbro gibt es Boutiquen mit mehr oder ein bisschen weniger teuren dänischen Modemarken und Einrichtungsdesign. Die Istegade lohnt für einen Einkaufsbummel.

Wenn man genug Geld einstecken hat, ist das Illum Bolighus ein Muss. Ein Kaufhaus voll schönstem Porzellan, Wohnaccessoires, Wohntextilien und Möbeln. Fast zu schön, um es längere Zeit zu ertragen.

Alternativ gibt es Tiger – die dänische Version von Butlers oder Nanu Nana – nur etwa 100mal hübscher.

Essen

HotDogDa wir bei Anders eine Küche hatten, haben wir nicht oft auswärts gegessen. An der Snackfront ein Muss – der Hot Dog, wahlweise wie bei IKEA oder in der „französischen“ Version (die in Frankreich wahrscheinlich niemand je so gegessen hat und die man in Berlin Kettwurst nennt … )

 

 

 

 

Außerdem typisch dänisch: Smörrebröd – dunkles Brot belegt mit Fisch, Fleisch und Salaten. Davon haben wir unsere eigenen Versionen gebaut, mit Lachs, Krebssalat, Makrele, Rote Beete Salat, Kresse und Radieschen.Smorrebrod1

Auch die vegane Küche in Christiania haben wir getestet: das Morgenstedet bietet zum Lunch verschiedene (Rohkost-)Salate, dazu Hummus und frisches Brot. Was will man mehr.

Das BioMio in Vesterbro hat auch Fleisch und Fisch im Angebot. Wir hatten Fleischbällchen auf Bulgur, Hühnchen mit Pickles und Rhabarber und Rote Beete mit Räucherkäse – alles sehr lecker.

BioMio1BioMio3BioMio2

Kaffee

Also – Kaffeebohnen kaufen ist überhaupt kein Problem. Allerdings, gut zubereiteten Kaffee zu trinken, dann doch irgendwie.

Bei Coffee Collective gibt es eine tolle Bohnen-Auswahl und gute Beratung. Der Espresso ist dann aber zu lang und im Milchkaffee hat der Kaffee ein sehr flaches Aroma. Aber das Café liegt in einer sehr schönen Markthalle.CoffeeCollective1CoffeeCollective3

Bei Kaffeplantagen gibt es Cortado ohne Kondensmilch (WTF!) aber leckeren Mokka mit Zartbitterschokolade.

KaffePlantagen2KaffePlantagen3

Das war unser Kopenhagen-Soundtrack:

The Libertines – Can’t stand me now 

Noch am Mittwochabend in Berlin gehört und in Kopenhagen direkt damit begrüßt wurden. Und aus Gründen

2 Gedanken zu “Hipster, Hippies und Hot Dogs – Kopenhagen, Dänemark

  1. wieder ein toller reisebericht,wie immer auch mit den kulinarischen schmankerln.
    wäre auch mal was für mich,aber die preise sind ja wohl etwas saftig.
    liebe grüsse
    vati

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *