Natur, Natas und Monumentos – an der Sandalgarve/Portugal

Wir wollten den Sommer noch etwas verlängern und sind an die Algarve nach Portugal gereist. Genauer an die Sotavento, die ruhige und milde Hälfte der Algarve zwischen Faro und der spanischen Grenze.Unser Ausgangspunkt war die Fischerstadt Olhão.

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Bei Rosa und Nuno

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Statt eines Hotels haben wir uns für ein Ferienhaus entschieden: https://www.airbnb.de/rooms/934201. Bei Rosa und Nuno war es ganz wunderbar. Das Grundstück liegt inmitten von Feldern und ist durch große Olivenbäume gesäumt. Auf dem Rasen habe ich meine morgentlichen Yoga-Übungen absolviert und in den Sonnenstühlen haben wir uns den ein oder anderen Strahl abgeholt.

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Was muss man mitnehmen?

1. Lust auf Ruhe – die größeren Orte an der Algarve haben auch nur ca. 20.000 Einwohner, es gibt also kaum Möglichkeiten für Unterhaltung oder Shopping.

2. Appetit auf Fisch und Meeresfrüchte – denn diese machen die lokale Küche aus. Will man darüber hinaus etwas Abwechslung, muss man schon etwas suchen.

3. ordentliche, nicht zu schöne Schuhe – es geht in den Orten ordentlich rauf und runter und das fast immer auf grobem Kopfsteinpflaster und bei einem Spaziergang durch das Watt an der Küste, werden Schuhe auch nicht schöner.

Was ist besonders schön?

Die Orte an der Küste haben alle ihren eigenen Charm. Die Flughafenstadt Faro hat eine schöne Altstadt mit Kathedrale und Stadttoren.

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Auch durch Tavira kann man schön spazieren. Die Stadt wird durch den Rio Gilão geteilt und verfügt über eine Camara Obscura.

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Alle Orte an der Küste und im Hinterland verfügen über Monumentos – also Gebäude oder Ruinen aus der Zeit der Mauren, der Römer oder aus dem Mittelalter. Dabei gibt es vor allem viele Castelos, die auch fast immer zu besichtigen sind. Das maurische Erbe ist vor allem in Silves sehr gut zu sehen.

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Was sollte man unbedingt anschauen?

Vor der Küste von Faro bis nach Manta Rota liegt der Naturpark Ria Formosa. Dabei handelt es sich um eine ca. 60 Kilometer lange Lagunenlandschaft mit Watt- und Marschlandschaften, Dünen, Salz- und Muschelfarmen aber auch Pinienwäldern und bewohnten Inseln. Viele Vögel aus Mitteleuropa überwintern hier, außerdem gibt es verschiedene Krabbenarten und Chamäleons. In Olhão gibt es einen Park mit verschiedenen Landschaftsformen und Informationstafeln.

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Vom Hafen aus kann man außerdem Bootsfahrten durch die Inseln und Dünen machen. Dabei wird man beispielsweise auf Sanddünen ausgesetzt und fühlt sich wie der einzige Mensch weit und breit.

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Vor Olhão liegt die größere Insel Culata im Meer, deren Bewohner als Fischer arbeiten.

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Aber auch kleinere Inseln sind bewohnt. Die Dünen und Inseln unterliegen aber einem ständigen Wandel. In nur 50 Jahren können sie entstehen oder verschwinden.

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Die Sanddünen eignen sich an vielen Stellen auch sehr gut als Badestrände. Wir sind nach Fuseta gefahren, nur 10 Minuten Autofahrt von Olhão entfernt. Wie sehr sich die Landschaft bei Ebbe und Flut unterscheidet, kann man da sehr gut sehen.

Ebbe:

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Flut:

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Geht es auch schick?

Erstaunlicherweise gibt es an der Sandalgarve noch kaum große Hotels. Allerdings sind in den letzten Jahren kleine Luxus-Herbergen entstanden, die zum Beispiel auch Spas haben. Zweimal im Jahr findet die Algarve Spa Week statt. Wir haben das Spa im Real Marina Hotel in Olhão getestet. Hier gibt es jeden Tag eine andere Anwendung um 50 % reduziert. Wir haben deshalb die Real Vital Entspannungsmassage getestet und können ihr Bestnoten geben. Auch die Sauna und der Indoor-Pool sind eine angenehme Abwechslung.

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Wo kann man lecker essen?

Es gibt jede Menge mehr oder weniger gute Fischrestaurants. Preise für ein Hauptgericht liegen bei 8 bis 15 Euro, je nach Sorte und Zubereitung. Der Klassiker ist allerdings Fisch vom Grill, der mit Olivenöl und viel Knoblauch serviert wird.

In Olhão können wir zwei Tapas-Restaurants empfehlen. „Tapas e Legas“ in der Rua Dr. Manuel Arriaga und „7 Imeio“ auf der Avenida 5 de Outubro, die auch eine hervorragende portugiesische Weinauswahl haben.

Tapas sind in Portugal allerdings etwas anders als in Spanien. Es gibt hier auch vor allem Fisch in verschiedenen Varianten, Meeresfrüchte und Fischkonserven. Sardinen, Makrelen oder auch Tunfisch eingelegt oder als Paté werden zu frischem Brot gegessen – und das ist leckerer als es klingt. Wurstwaren sind an der portugiesischen Küste keine Empfehlung wert.

Wo kann man lecker Kaffee trinken? 

Es gibt keine Kaffee-Kultur, wie sie sich in vielen Großstädten entwickelt hat. Aber da sogar die kleinsten Snackbars einen Siebträger verwenden, gibt es auch keinen wirklich schlechten Kaffee. Viel wichtiger ist allerdings, was man dazu isst: Pastel de Nata – knuspriger Blätterteig, cremiger Füllung, leicht karamelisiert … wir sind verliebt.

Welches Lied ist unser Algarve-Ohrwurm?

Alles von Barry White – unser favorisierter Radiosender M80 (der Name ist Programm, 75% 80er plus ein bisschen 70er und 90er. Immer wenn man dachte, das man alle Hits der 80er gehört hat – bäm! kam noch einer) hat ein Barry White Special gehabt und jede Stunde ein Lied gespielt. Wir kennen nun also das komplette Portfolio.

 

 

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